Sie sind hier: Startseite » Jahresausblick 2018

Jahresausblick 2018

Politik:

Einen Ausblick auf die zukünftige politische Entwicklung in Europa, den USA und Asien zu erstellen, ist ohne Glaskugel nicht einfach. Einige Hellseher sehen bereits erschreckende Szenarien, wie den Beginn des dritten Weltkriegs, Naturkatastrophen und politische Entmachtungen auf uns zukommen, wie alle Jahre davor. Spannend bleibt es in den USA, ob Trump ein zweites Amtsjahr übersteht. In Asien bleibt der Blick auf Korea und China gerichtet und in Europa wird die Flüchtlingspolitik weiterhin Priorität haben und Europa stärker verändern als gedacht. Aber nicht nur die Flüchtlingspolitik kann und wird Europa verändern, sondern auch die politische Entwicklung in Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Auch die weitere Entwicklung im Nahen Osten sollten wir im Blick behalten.


Heinz Braunsteiner
Market- Research

Wirtschaft und Trends:

Aus Sicht der Wirtschaft gibt es bisher wenig Störfeuer. Die Wirtschaft in Europa, wie auch in den USA und Asien, ist solide aufgestellt und auf Wachstum ausgerichtet. Steigende Investitionsbereitschaft weltweit dürfte diese Entwicklung zusätzlich stützen. Die Zinsen werden weiterhin niedrig bleiben und auch die US-Steuerreform sollte, wenn auch weniger stark in Europa, positive Auswirkungen haben. Auch die Ausrichtung Chinas auf ein konsum- und binnenmarktorientiertes Wachstum wird sich positiv auf die Weltwirtschaft auswirken und für steigende Unternehmensgewinne und damit Aktienkurse, sorgen. Allerdings dürften sich die Trends, wie bereits 2017 gesehen, laufend verändern. Daher ist es wichtig, diese rechtzeitig zu erkennen und umzusetzen.

>

Ausblick 2018 auf:

  • Indizes 2018
  • Dow Jones:
  • Dax & Co.:
  • Branchen u. Trends:
  • Devisen:
  • Gold versus Bitcoin:

Indizes

2017, haben die Indizes, vor allem in den USA, deutlich zulegen können, allerdings dies teilweise unter heftigen Kursschwankungen. 2018 sollten wir mit noch stärkeren Kursbewegungen, ausgelöst durch politische Risiken, Übernahmen, Gewinnwarnungen und verstärkten Aktivitäten der Hedgefonds, rechnen. Vergleichen wir die Entwicklung des Dow Jones zum Dax, so hat dieser einiges aufzuholen. Während der Dow Jones, in 2017, gut 25 % zulegen konnte, gelang dem Dax lediglich ein Anstieg von 12,7 %, wie auf dem Chart deutlich wird. Noch gravierender ist die Entwicklung zwischen dem Dow Jones und Dax aus dem Tief vom Februar 2016. Hier konnte der Dow Jones um gut 60 % zulegen, während der Dax nur knapp 45 % zulegen konnte. Da gibt es doch einigen Nachholbedarf.

Dow Jones

Betrachten wir den Dow Jones, so hat dieser alle technischen Analysen ignoriert und nach dem Motto „The Sky ist the limit“, sich wie auf einer Leiter nach oben bewegt. Ob die Steuerreform weitere Kurssteigerungen bewirken kann oder der Aufwärtstrend vorerst ausgereizt ist, ist schwer vorherzusagen. Charttechnisch ist der Dow Jones seit Monaten überkauft und auch der Abstand zur 200 Tage- Linie stimmt zwischenzeitlich nachdenklich. Möglich, dass dieser Zustand vorerst zu einer längeren Seitwärtsbewegung führt. Sollte der Dow Jones allerdings in eine Korrektur übergehen, so dürften dann die 24200 bis 24000 das Ziel sein.

Dax & Co.

Auch wenn der Dax in den letzten Handelstagen gut 400 Punkte vom Allzeithoch, bei 13525, abgegeben hat, konnte er immer noch aufs Jahr gesehen, über 12% zulegen. Charttechnisch bewegt sich der RSI im neutralen Bereich und der Abstand zur 200 Tage-Linie beträgt knapp 2,5%, wobei es beim Dow Jones gute 12,5% sind. Hier sehe ich auch eine kurzfristige Gefahr. Sollte der Dow Jones in eine Korrektur übergehen, dürfte dies den Dax erneut belasten. Charttechnisch sollte der Dax 2018, ausgehend vom Tief bei 11870 und dem Hoch bei 13525, nach Fibonacci Expansion, Luft bis zu den 14400 haben. Sollte der Dax sogar eine Aufholjagd zum Dow Jones starten und keine politischen Störfeuer, die Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, eintreten, sind sogar die 15000 möglich. Dies allerdings mit starken Schwankungen. Erheblich mehr Potential sehe ich allerdings gegenüber dem Dax, bei den Nebenwerten. Der M-Dax konnte 2017 um 18%, der S-Dax um die 25% und der Tec-Dax sogar um die 40 % zulegen. Allerdings betraf dies nicht alle Werte. Hier ist es, wie auch 2017, wichtig, die richtigen Werte vom Potential her zu erkennen.

Branchen und Trends

Die Wirtschaft ist robust und ist auch 2018 auf Wachstum ausgerichtet. Aber nicht alle Branchen werden daran teilhaben. 2018 wird es wichtig sein, die Branchen herauszufiltern, die überproportionale Wachstumschancen haben. Ob hierzu die Autobranche, nach den Skandalen zählen wird, ist bisher fraglich. Aber die Elektrotechnik, der Maschinenbau, wie auch die Informationstechnologie, dürften dazugehören. Aber auch pharmazeutische Erzeugnisse und die Leasingbranche sollten gute Wachstumschancen aufweisen.

Devisen

Die Volatilität bei den Devisen wird uns auch 2018 erhalten bleiben, weniger zum Yen, aber umso stärker zum Dollar und auch der Brexit könnte für zusätzliche Volatilität bei EUR/GBP, sorgen. Hier sollte es mich nicht verwundern, wenn zwischen dem Euro, Dollar und Pfund, sogar ein heftiger Devisenkrieg ausbricht. Trump braucht einen schwachen Dollar, Europa einen schwachen Euro und Großbritannien ein schwaches Pfund. Hier wird es spannend.

EUR/USD EUR/JPY

Gold versus Bitcoin

Gute Zeiten, schlechte Zeiten, bei Gold waren es eher schlechte. Gute Zeiten an den Börsen sind schlechte für Gold und schlechte Zeiten sind gut für Anlagen in Gold, oder hat sich hier etwas geändert. Betrachten wir 2017, so hat Gold in unruhigen Zeiten wenig Zulauf erfahren. Übers Jahr gesehen bewegte sich Gold innerhalb einer Range von 200 $ stark volatil seitwärts. In Dollar gerechnet konnte Gold zwar etwas zulegen, in Euro hat es dagegen leicht, bedingt durch den Wechselkurs zum Dollar, verloren. Möglich, dass auch die Bitcoin-Euphorie hierzu beigetragen hat und viele Anleger den steigenden Kurs eher als sicheren Hafen, wie die Venezolaner, gesehen haben. Hier dürften sich aber dann doch einige die Finger zum Jahresende verbrannt haben. Da ich von einer weiteren positiven Entwicklung an den Börsen ausgehe, dürfte sich bei Gold auch 2018 wenig ändern.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren